Die Privatbank vor Ort - eigene Leistungsmarke oder Kooperation

in Kreditwesen 20/2014 von Stefan Schwab und Ulrich Tolksdorf

Seit dem Jahr 2010 steht der Cubanit-farbene Schriftzug der DZ Privatbank in der Partnerübersicht der genossenschaftlichen FinanzGruppe direkt unter den in blauen Lettern gesetzten Volksbanken Raiffeisenbanken. Das ist ein Bild, das die strategische Ausrichtung der Bank, die seit den siebziger Jahren an den Finanzplätzen in Luxemburg und Zürich weitreichende Kompetenzen in der Vermögensverwaltung und der Kreditvergabe in allen Währungen aufgebaut hat, sehr gut beschreibt. Sie will ganz  nah an die Primärinstitute in Deutschland rücken, die subsidiäre Unterstützung vor Ort stärker leben, die Marktanteile insbesondere im Private Banking gemeinsam mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken deutlich ausbauen und als Kompetenzzentrum mehr als nur der Produktlieferant von Investmentlösungen sein.

Das sind Botschaften, die bei den Genossenschaftsbanken in den Regionen längst angekommen sind: Wie das Beispiel der vr bank Untertaunus eG belegt, versprechen sie den Primärinstituten attraktive Kunden- und Ertragspotenziale in einem über viele Jahre eher unterschätzen nicht systematisch bearbeiteten Geschäftsfeld.