vr bank wächst kontinuierlich – Jahresabschluss bestätigt Zuspruch der Region

Niedrigzins und Regulatorik als Herausforderung, Digitalisierung als Treiber. vr bank rüstet sich für die Zukunft und übertrifft 1 Mrd. Bilanzsumme.

Idstein, 28. Februar 2019 Das Resultat am Ende des Jahres 2018 übertraf die Erwartungen deutlich. Die vr bank schloss 2018 mit einem sehr guten Ergebnis ab und wuchs sowohl bei den Krediten als auch bei den Einlagen. Mit einem erneut überdurchschnittlichen Neugeschäft gelang es, die sinkenden Zinseinnahmen zu einem großen Teil zu kompensieren.

Sorgen bereiten die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), der Einfluss der geopolitischen Volatilität auf die Kapitalmärkte und die zunehmende Regulatorik.
Die enge regionale Verbundenheit der vr bank im Geschäftsgebiet war auch ein Erfolgsgarant im Jahr 2018. Die Bilanzsumme konnte 2018 von 944 Mio. Euro auf 1.032 Mio. Euro gesteigert werden, im Ergebnis konnte die Genossenschaftsbank einen Jahresüberschuss von rund 1,85 Mio. Euro ausweisen.
Im Geschäftsjahr wurden 642 neue Mitglieder geworben. Damit erhöhte sich die Mitgliederanzahl auf 20.059.

Gutes Ergebnis ermöglicht Vorsorge für die Zukunft

Trotz des nachhaltig niedrigen Zinsniveaus konnte das Zins- und Provisionsergebnis mit 26,5 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. Euro verbessert werden.
Steigende Anforderungen im Zuge der wachsenden Regulatorik, sowie die permanente Weiterentwicklung der Digitalisierung, haben im Geschäftsjahr nicht nur überdurchschnittlich hohe Personalressourcen gebunden, sondern erforderten erhöhten Weiterqualifizierungs- und Beratungsbedarf. Die Verwaltungsaufwendungen lagen mit 18,6 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau.
Mit rund 5,8 Mio. Euro lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit mit rund 0,5 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahr. Erneut konnten die Kapitalrücklagen der Bank zur Anrechnung der Eigenkapitalvorschriften signifikant erhöht werden.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der vr bank werden der Vertreterversammlung die Auszahlung einer unveränderten Dividende in Höhe von 3% vorschlagen.

Einlagevolumen erneut angestiegen

Die bilanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden stiegen um 70 Mio. Euro auf 823 Mio. Euro. Das gesamte betreute Kundeneinlagevolumen belief sich auf insgesamt 1.421 Mio. Euro (gegenüber 1.370 Mio. Euro in 2017). Das Plus von 51 Mio. Euro entsprach einem Wachstum von rund 3,7 Prozent.

Wohnbaudarlehen und Firmenkundenkredite bleiben Wachstumsmotor im Kreditgeschäft

Das Kreditgeschäft war wie im Jahr zuvor einer der größten Wachstumsfaktoren. Bei einem Zuwachs von rund 3% waren Hauptwachstumsträger das Firmenkunden- und Immobiliengeschäft. Im Kreditgeschäft konnten Neugeschäfte in Höhe von 185 Mio. Euro platziert werden.
Darüber hinaus nahmen die Kunden der Bank zusätzliche Darlehensvolumen in Höhe von insgesamt 34,5 Mio. Euro bei den Hypothekenbanken, der R+V Versicherung und bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall im Geschäftsjahr in Anspruch, wodurch sich der außerbilanzielle Darlehensbestand auf rund 235 Mio. Euro erhöhte.
Der geringe Bedarf an Wertberichtigungen für Kredite ist ein Indiz für die Qualität des Kreditportfolios und für eine gesunde Wirtschaft im Geschäftsgebiet.

Erfreulicher Ausbau des Wertpapiergeschäftes

Die Kunden suchen weiterhin zu den nahezu zinslosen Geldanlagen alternative Anlagemöglichkeiten am Geld- und Kapitalmarkt. So verzeichnet die Bank zum Stichtag Kundengelder in Wertpapieren in Höhe von rund 469 Mio. Euro und Anlagen bei Verbundpartnern in Höhe von weiteren 129 Mio. Euro.

Die Mitarbeiter

Garant des Erfolges waren die insgesamt 208 Mitarbeiter der vr bank. Sie betreuen in allen Fragen des Bankgeschäftes die 37.403 Kunden im Sinne der genossenschaftlichen Beratung und der genossenschaftlichen Werte.

Der Blick in die Zukunft

Die unsicheren geopolitischen Rahmenbedingungen machen einen Zinsanstieg für 2019 unwahrscheinlich. Auch für die nächsten Jahre erwartet die Bank keine großen Veränderungen des aktuellen Niedrigzinsniveaus.
Die Schwankungen an den Kapitalmärkten werden auch in 2019 anhalten. Mit der zunehmenden Digitalisierung und den hohen regulatorischen Anforderungen steht die Bank vor weiteren Herausforderungen.
Für diese Herausforderungen sieht sich die Bank gut gerüstet und blickt vorsichtig optimistisch auf die Entwicklungen des laufenden Geschäftsjahres.